18.09.2017 14:48 Alter: 86 days

Born to be wild - Geburtsort OHS Hanau


 

Am Freitagabend, den 15.9.2017 war der ehemalige Schüler der Otto-Hahn-Europaschule, Dr. med. Dirk Rohrbach, zu Gast an seiner alten Penne. Rohrbach hatte 1987 sein Abitur an der OHS bestanden. Der Radfahr-Abenteurer tourt jetzt vornehmlich durch Nordamerika. Seine Reiseberichte darüber hat er mittlerweile zu seinem Lebensinhalt gemacht. Unter dem Motto „Highway Junkie – Mitten durch Amerika unterhielt er nun ein großes Publikum im voll besetzten Brüder-Grimm-Forum. Das war sein willkommener Beitrag zum 50. Geburtstag der „Otto“. Diese vorletzte Veranstaltung im Rahmen der Jubiläumswoche wurde erst durch die tolle Unterstützung des Rotary Clubs Hanau möglich: dieser trat als Sponsor der Veranstaltung auf – der Interact Club Otto-Hahn-Schule/Hanau  organisierte die Veranstaltung und führte sie durch. Gemeinsam gelang so die Organisation und Realisation des über zweistündigen fesselnden Multimedia-Vortrages. Mit seinen Klassenkameraden und ihrem Tutor Stefan Rausch unternahm Rohrbach in den 80er Jahren eine Radtour vom Bodensee nach Hanau. Das sei für ihn der Auslöser seiner Karriere als Highway Rad-Junkie gewesen. „Schule für’s Leben halt“. Immer wieder sei er auf seinen Fahrten quer durch die Staaten besonderen Menschen begegnet, durchaus auch skurrilen, aber stets liebenswerten Typen. Vielen auch, die den gleichen Weltenbummler-Traum träumten oder geträumt, nie aber verwirklicht hätten. Alle wünschten immer das Beste, hätten Wasser in der Wüste gespendet oder gar 5 Dollar geben wollen, oft auch Unterkunft und Essen, weil sie in ihm dem begegneten, der den großen Traum tatsächlich lebte. Rohrbach bestand 1987 das Abitur an der OHS, studierte, promovierte in Medizin, arbeitete als Arzt, bevor er Radiomoderator beim Bayrischen Rundfunk wurde. Dann aber packte ihn endgültig das große Fernweh. Die Wohnung wurde aufgelöst, Restmobiliar im Elternhaus untergestellt und mehrere Fahrräder erworben und in ihrer Tourentauglichkeit ständig verbessert. Die Radwanderung über 7000 km mitten durch Amerika kostete dann an Materialersatz lediglich eine Reifenmantel-Reparatur. Das Rad hielt. Neue Touren warten. Die phantastischen Bilder unterlegte Rohrbach mit Musik, mit Stimmen etlicher Originale aus dem mittleren Westen und seinen eigenen Kommentaren zu seinen Eindrücken und schwankenden Emotionen, die sowohl beeindruckende Menschen als auch grandiose Landschaften betrafen. Nachhaltig wirkte besonders eine Begegnung mit der noch lebenden Schwester Jonny Cashs in Nashville Tennessee. Das Born to be wild der legendären Musikband Steppenwolf als Hintergrundmusik ließ etliche Beine sich im Takt  bewegen, vornehmlich die des etwas gesetzteren Publikums. Gespannte Zuhörer und hochkonzentrierte Zuschauer bezeugten, dass der Abenteurer auch in seiner alten Schul- und Heimatstadt viele Menschen in ihren Träumen berühren konnte. Und das Beste ist – sämtliche Einnahmen kommen caritativen Zwecken zugute.

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