07.05.2017 22:27 Alter: 2 yrs

Am „heißesten Ort“ des Kalten Krieges


Exkursion der Q4 zur Gedenkstätte Point Alpha

Im Rahmen des Unterrichtsthemas „DDR, innerdeutsche Grenze und Fall der Mauer“
unternahm der Jahrgang Q4 mit seinen Tutoren Frau Erdweg, Frau
Kirchhoff, Herrn Poprawa und Herrn Gottfried  am 28. April eine Exkursion
zur  Gedenkstätte Point Alpha in der hessischen Rhön.
Gleich zu Beginn konnten die Schüler eine historische Zeitreise
unternehmen, denn an diesem Tag gedachte die US Army in der sogenannten
last border patrol dem Auszug aus dem Camp Point Alpha vor 27 Jahren.
Im Anschluss wurde auf einem Fußmarsch entlang der ehemaligen Grenze die
besondere Lage von Point Alpha deutlich. Einmalig war, dass sich hier
sowjetische und amerikanische Truppen näher als an einem anderen Punkt
an der Grenze kamen, was die Lage gefährlich machte und ihr die
Bezeichnung des "heißesten Orts“ im Kalten Krieg gab.  Die noch
erhaltenen Grenzelemente machten den Grenzverlauf erkenntlich und man
konnte sich ein Bild der Gefährlichkeit der Lage an diesem eigentlich
idyllischen Ort machen.
Die Mittagspause gab es für die Schüler die Gelegenheit das Gelände zu erkunden und das  
Mittagessen auf einem Grenzturm einzunehmen.
Nach der Mittagspause fand der für die meisten interessanteste Teil des
Ausfluges statt: Ein Zeitzeugengespräch gab die Möglichkeit das Leben
zur Zeit des kalten Krieges und der deutschen Teilung durch eine Person
zu erfahren, die all das selbst miterlebt hat. Die Schüler bekamen auch
die Möglichkeit dem Zeitzeugen Fragen zu stellen, die sie möglicherweise
durch ihr Geschichtsbuch nicht beantwortet bekämen. "Konnte man sich der
Kontrolle durch die Stasi wirklich nicht entziehen?", "Wie haben sie
sich gefühlt, als die Mauer fiel?". Diese und viele weitere Fragen der Schüler wurden in einem Gespräch beantwortet.