Das Patensystem der Otto-Hahn-Schule

Jedem ist der Begriff „Pate“ bekannt. Meist verbindet man damit den Taufpaten einer Person. Der Pate soll als Ansprechperson und Mentor für ein Kind da sein. Gleichzeitig soll er ein guter Freund sein, auf den man sich verlassen kann, und der einem Kind oder Jugendlichen bei Entscheidungen helfen und bei Problemen zur Verfügung stehen soll. Nach diesen Prinzipien wählt auch die Otto-Hahn-Schule die Paten für die 5. Klassen aus. Bei den Paten handelt es sich um eine AG, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10des Gymnasial-und des Realschulzweigs und der Jahrgangsstufe 9 des Hauptschulzweigs unter der Leitung von Frau Calzado-Leckert. Die Aufgabe der Paten besteht darin, sich um die neuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 zu kümmern, denn oft ist es nicht leicht, sich zu Anfang in einer so großen Schule zurecht zu finden. Die Paten sind dafür zuständig, ihren Schützlingen alles zu zeigen und zu erklären. Sie fungieren als Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen, sei es mit Lehrern, Eltern oder Mitschülern. Doch wer kann eigentlich Pate werden? Im Prinzip hat jeder die Möglichkeit, sich für das Amt des Paten zu bewerben. Jedes Jahr gibt es ein Auswahlverfahren, in dem sich die Bewerberinnen und Bewerber vorstellen. Hierbei ist besonders wichtig, wie es um die Noten steht, und ob man schon Erfahrung mit Kindern hat. Die Noten spielen aus dem Grund eine entscheidende Rolle, da das Amt als Pate auch manchmal verlangt, während des eigenen Unterrichts zu der Patenklasse zu gehen. Der versäumte Unterricht muss natürlich nachgeholt werden, und die Noten dürfen natürlich auf keinen Fall darunter leiden. Wenn es um die Erfahrung mit Kindern geht, empfiehlt es sich, wenn man beispielsweise schon mal Babysitten war oder einen Streitschlichterkurs gemacht hat. Dafür gibt es an der Otto-Hahn-Schule die sogenannte „Buddy“-AG. Wurde man ausgewählt, Pate zu werden, folgt die Teilnahme an einem dreitägigen Seminar des Franziskanischen Bildungswerks. Bei dem Seminar gibt es ausgebildete Fachkräfte, die den zukünftigen Paten die Aufgaben und die Verantwortung, die sie übernehmen werden, näher bringen wollen. Sie helfen dabei, sich auf Streitsituationen und ähnliches vorzubereiten. Auchdie Schüler, die schon bereits seit einem Jahr Paten sind, nehmen an dem Seminar teil. Sie können von ihren eigenen Erfahrungen mit den Kindern berichten und Tipps geben. Durch dieses Seminar kann man sich sehr gut darauf vorbereiten, Pate einer 5. Klasse zu werden. Die eigentliche Patenarbeit beginnt schon vor der Schuleinführung der Neuen. Die Paare, die sich gemeinsam um eine Klasse kümmern, treffen sich mit dem zuständigen Klassenlehrer und besprechen, was alles in der ersten Woche, der sogenannten „Einführungswoche“, gemacht werden muss. Auf der Liste steht beispielsweise das Kennenlernen und eine Schulführung. In der ersten Woche sind die Paten die ganze Zeit bei ihrer Patenklasse. Es werden Spiele gespielt, Klassenregeln festgelegt, die Schule gezeigt und möglichst alle anfallenden Fragen geklärt. Als Pate kümmert man sich aber auch um gemeinsame Klassenausflüge oder Feste. Das alles wird sorgfältig mit den zuständigen Lehrern abgesprochen und geplant. Oft gibt es auch mehrere Klassen, die zusammen ein Fest feiern. Dann setzen sich alle Paten zusammen und planen gemeinsam. Das sind die Aufgaben eines Paten an der Otto-Hahn-Schule. Es erscheint unglaublich viel, aber man darf in diesem Moment nicht vergessen, dass man damit nicht allein ist. Gemeinsam ist man stark und viel Spaß macht es auchJ

Josephine Kanzel (10Gb)